Aktuelles / News

Hallo Dartler,

im letzten halben Jahr haben wir gemeinsam einiges erreicht. Vor ein paar Tagen haben wir mit der Saison 2020/2021 begonnen. Ich hoffe, wir können die Saison, wie auf der Sportausschusssitzung am 30.08.2020 geplant, ohne größere Unterbrechungen spätestens Ende Juni 2021 beenden. So dass wir die Saison 2021/2022 mit einer 1. Liga, zwei 2.Ligen und zwei 3.Ligen beginnen können.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg und es gilt: Jetzt nicht nachlassen!

Viel haben wir gelernt! „AHA“ ist allen bekannt!

A = Abstand halten! Mindestens 1,5m. So weit fliegen nämlich die etwas größeren Tröpfchen, welche beim Sprechen, Husten, Niesen entstehen. Mit ausreichend Abstand erreichen sie uns nicht, sondern sinken vorher zu Boden.

H = Hygiene! An erster Stelle steht das (mindestens 20 Sekunden dauernde) Händewaschen mit Wasser und Seife. Damit spülen wir die Viren einfach ab. Nur wenn es zum Waschen keine Gelegenheit gibt, dann sollten die Hände mit einem Desinfektionsmittel desinfiziert werden.

A = Alltagsmasken benutzen! Können wir den Mindestabstand nicht sicher einhalten, so nutzen wir Mund-Nase-Bedeckungen. Sie schützen andere vor unseren Tröpfchen und dienen vorrangig als Fremdschutz. Neuere Erkenntnisse zeigen aber zusätzlich einen gewissen Eigenschutz.

Was ist neu? „Lüften ist das neue Händewaschen!“

Die Herausforderung des Herbstes und Winters sind nun die sogenannten Aerosole. Das sind kleinere Tröpfchen, die eben nicht nur 1,5m weit fliegen und dann zu Boden sinken. Sie sind sehr leicht und schweben lange im Raum. Im Verlauf können sie sich in weiten Bereichen ausbreiten und anreichern. Enthalten sie infektiöse Viren, so können sich viele Personen im Raum anstecken –auch, wenn diese nicht nah beieinander stehen oder sitzen.

Gegen diese feinsten Tröpfchen helfen der Abstand oder die Mund-Nase-Bedeckungen nicht bzw. nicht ausreichend. Auch Plexiglaswände oder andere Abtrennungen können „überflogen“ werden.

Wir benötigen also eine weitere Maßnahme: Die Verdünnung!

Die Konzentration von Viren in unserer Atemluft sollte möglichst gering gehalten werden. Draußen an der frischen Luft passiert das quasi von alleine. In Innenräumen müssen wir selbst aktiv werden! Diese Verdünnung erreichen wir nämlich nur, indem wir regelmäßig aus-reichend Frischluft zuführen. Das kann durch Raumlufttechnische Anlagen erfolgen, wenn vorhanden. Bei diesen ist der Außenluftanteil zu erhöhen.

Für die große Mehrheit von uns gilt aber privat, beruflich und beim Dart folgendes:

L = Lüften! Lüften! Lüften!

Häufigkeit: Abhängig von Raumgröße, Personenzahl, sportlicher Aktivität etc. Als Untergren-ze gilt: Aufenthaltsräume spätestens nach 60 Minuten lüften, Räume in denen Dart gespielt wird, bereits nach 20 Minuten.

Dauer: Abhängig vom Temperaturunterschied drinnen / draußen, der Größe und Anzahl der Fenster im Verhältnis zum Raum etc. Im Winter reichen bei kalten Außentemperaturen manchmal schon 3-5 Minuten, bei wärmeren Temperaturen „steht die Luft“ häufig -da wer-den sicher 10 Minuten gebraucht.

Wie ist zu lüften? Stoßlüften (alle Fenster komplett öffnen! ) und Querlüften (wenn möglich auch gegenüberliegende Fenster/Türen öffnen!). Durchzug ist erwünscht! Eine Kipplüftung reicht nicht.

Gerade im Winter kann durch das Lüften die Temperatur im Raum empfindlich sinken und die Behaglichkeit leiden. Es ist eine der Witterung entsprechende Kleidung zu tragen.

Auch kann bei kalter trockener Winterluft die Luftfeuchtigkeit schnell geringer werden. Um die Schleimhäute feucht zu halten, ist daher auf eine ausreichende Trinkmenge (nicht unbedingt Alkohol) zu achten.

Die Qualität des Lüftens lässt sich am CO2-Gehalt der Raumluft ablesen. Dieser kann mittels CO2-Messgeräten gemessen werden und sollte 1000 ppm nicht überschreiten. Entspre-chende Geräte stehen aber nur den Wenigsten zur Verfügung. Wäre das nicht ein Gerät, dass sich jeder Verein für seine Spielstätte anschaffen sollte. Gute Geräte gibt es bereits für € 150,00. Sollte uns das nicht unser aller Gesundheit wert sein?

Alternativ kann eine Berechnung erfolgen. Hierzu eignet sich sehr gut die kostenlos verfüg-bare „CO2-App“ des IFA der DGUV (Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung).

Jeder kann damit berechnen, wie oft seine Spielstätte gelüftet werden sollte. Es sind lediglich die Raumgröße und –höhe, sowie die Personenzahl einzugeben. Mittels Timer kann man sich dann ans Lüften erinnern lassen.

Die Berechnung in dieser App ist eigentlich nicht für die sportliche Aktivität gedacht, sondern für die sitzende Bürotätigkeit. Aber ein Vergleichswert ist besser als gar nichts. Beim Dartspielen wird mehr geatmet und muss entsprechend häufiger gelüftet werden.

Lasst jetzt nicht nach! Wendet weiterhin „AHA“ an und ergänzt dieses mit regelmäßigem Lüften! Kommt gut durch den Herbst und Winter!

Viele Grüße
Jürgen Wüstner
Sportwart NSDV